Corona-Krise

BA und Jobcenter stark gefordert

Frauen in der BA und den Jobcentern sehr stark gefordert!

Wer schon länger bei der BA oder in den Jobcentern arbeitet, erinnert sich sicherlich: Einige Herausforderungen an die Organisation mussten in den letzten Jahren schon gemeistert werden. So die Einführung der Leistungen nach SGB II oder die Auswirkungen in der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008/2009.

In vergangenen Krisen haben BA und Jobcenter bewiesen, die richtigen Organisationen in solchen Situationen zu sein. Das war nur möglich mit  Mitarbeiter*innen, die mit Engagement, Kraftanstrengungen und Fachwissen diese außergewöhnlichen Leistungen erbracht haben. In BA und Jobcenter sind auf den meisten Ebenen überwiegend Frauen tätig. Sie haben überdurchschnittliche Leistungen erbracht um vielen Menschen ihre Existenz und den sozialen Frieden in Deutschland zu sichern stützten. Für viele von uns waren es Zeiten einer extremen Doppelbelastung in der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf.

Coronavirus

Coronavirus

In vergangenen Krisen haben BA und Jobcenter bewiesen, die richtigen Organisationen in solchen Situationen zu sein. Das war nur möglich mit  Mitarbeiter*innen, die mit Engagement, Kraftanstrengungen und Fachwissen diese außergewöhnlichen Leistungen erbracht haben. In BA und Jobcenter sind auf den meisten Ebenen überwiegend Frauen tätig. Sie haben überdurchschnittliche Leistungen erbracht um vielen Menschen ihre Existenz und den sozialen Frieden in Deutschland zu sichern stützten. Für viele von uns waren es Zeiten einer extremen Doppelbelastung in der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf.

Nun die Corona-Krise! Wir erleben Einschränkungen in unseren Freiheitsrechten und privaten Lebensbereichen, die wir uns in Form und Ausmaß noch Anfang 2020 nicht vorstellen konnten (und wollten)! Viele Wirtschaftsbereiche und Betriebe geraten in Rekordzeit ins Wanken. Die Menschen haben Angst, der soziale Friede muss mit Hochdruck gesichert werden. Wir erleben Antragszahlen in nie gekannter Höhe.

Gleichzeitig stehen die Dienststellen der BA und die Jobcenter nun wieder im Fokus von Politik und der Öffentlichkeit. Die Organisationen erarbeiten in Rekordzeit Konzepte und Notfallpläne. Hier wird vieles geleistet, was nur eines verdient:

uneingeschränkte Anerkennung der Arbeit auf allen Ebenen!

Wir erleben beeindruckende Einsatzbereitschaft sowie Solidarität unserer Kolleg*innen. Wir wollen an der Seite der Menschen stehen, die unsere Dienstleistungen und finanziellen Absicherungen nun so dringend brauchen!

Wer ist nun wieder besonders gefordert?

Wir Frauen in den Dienststellen der BA und den Jobcentern!

Schließung von Kindertagesstätten und Tagesbetreuung sowie Schulen über Wochen, Besuchsverbot in Senioren-Einrichtungen und Krankenhäusern, ambulante Pflegedienste decken nicht alle Dienste ab, lassen manchmal die Angehörigen ohne Nachricht und Lösungsangebote zurück. Familienangehörige in Kurzarbeit oder von Arbeitslosigkeit bzw. dem Scheitern der Selbständigkeit bedroht. Familienangehörige oder wir selbst werden einer “Risikogruppe” zugerechnet. Viele Sorgen, Ängste und Probleme. Natürlich geht es uns Kolleg*innen nicht anders als allen anderen!

Homeoffice

Die neuen Technologien nutzen uns jetzt ohne Frage im Vergleich zu früheren Krisen-Situationen: Homeoffice mit MAPs oder CITRIX-Zugängen erweitern die Möglichkeiten, den Dienst auch zu Hause und bei Wahrnehmung der Familienaufgaben aufnehmen zu können. Telefon- und Skype-Konferenzen ersetzen das Risiko von Dienstreisen. Schulungsmöglichkeiten als Webinare und Selbstlernprogramme bieten neue Möglichkeiten des Wissenserwerbs. Aber auch zu wenig Lizenzen, gefühlt endlos dauernde Einwahlprozesse und Probleme bei Gewährung der angekündigten Sonderurlaubsregelungen für Mitarbeitende der sogenannten kritischen Infrastruktur.

Personalräte, Gleichstellungsbeauftragte und Schwerbehindertenvertretungen bemühen sich um Einzellösungen, z. B. durch Nutzung von Mobilarbeit, Verlagerung der Arbeit in Einzelbüros, individuelle Regelungen zur Kindesbetreuung, Änderungen zu OKIP und Alternativen bei Pflege und Betreuung der betagten oder gehandicapten Familienmitglieder.

Viel wird in diesen Wochen wieder geleistet. Schichtdienste und Samstagsarbeit sind erstaunlich schnell akzeptiert worden. “Fremde” Fachbereiche werden freiwillig unterstützt. Auch von Frauen mit extremer Doppelbelastung. Schön, dass dies auch vom Bundesarbeitsminister, Vorstand der BA, von Vorständen der Regionaldirektionen und Jobcenter-Geschäftsführungen gesehen und gelobt wird. Wesentlich ist, dass Regelungen bei Mehrfachbelastungen durch Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf in dieser Extremsituation für die stark belasteten Frauen und Männern in Jobcentern und Dienststellen der BA auch tatsächlich funktionieren und Entlastung bringen!

Die vbba-Frauenvertretung steht nicht nur während der Corona-Krise

zur Unterstützung an Ihrer Seite.

Unsere Aufgabe als vbba-Frauenvertretung wird es auch sein, nach der Corona-Krise zu analysieren, wo Angebote gut funktioniert haben.

Die vbba-Frauenvertretung will konstruktiv an Lösungen mitwirken, damit die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf für engagierte Männer und Frauen in der BA und in den Jobcentern auch in Krisenzeiten wirklich realisierbar ist!

Annette von Brauchitsch-Lavaulx

für die vbba-Frauenvertretung